Das Niederzurren ist die häufigste Sicherungsart. Hier wird die Ladung kraftschlüssig durch die Zurrmittel auf die Ladefläche gepresst. Dadurch wird die „Mikroverzahnung“ und somit die Reibung erhöht. Die Reibungskraft hält die Ladung jetzt auf der Ladefläche fest.
Beim Niederzurren wird das Zurrmittel in der Überspannung oben über die Ladung geführt, an beiden Seiten der Ladung – möglichst in Zurrpunkten – an der Ladefläche eingehängt und mit dem Spannelement (z.B. einer Ratsche) gespannt. Die Kraft, die so über das Zurrmittel auf die Ladung wirkt, wird als Vorspannkraft bezeichnet. Sie wird nur von dem Spannelement des Zurrmittels aufgebracht.
(Niederzurren1)
Die Zurrmittel sollten beim Niederzurren möglichst stark vorgespannt werden.
Beispiel: Über eine Holzkiste werden zwei Zurrgurte gelegt, die in den Zurrpunkten der
Ladefläche eingehängt und mit je einer Ratsche vorgespannt werden.
Beim Niederzurren ist die Vorspannkraft (STF bzw. FV) des verwendeten Spannelementes und der Zurrwinkel „α“ (gemessen zwischen Ladefläche und Zurrmittel) entscheidend!
Prinzipzeichnung der Wirkungsweise einer Niederzurrung
Fv = Gesamtvorspannkraft des verwendeten
Zurrmittels in der Überspannung.
(Wirksame Vorspannkraft)
F1 = Vorspannkraft auf der Seite des Spannmit-
tels.
F2 = Vorspannkraft auf der Seite der Ladung,
die dem Spannmittel gegenüberliegt.
Das Zurrmittel presst die Ladung auf die Ladefläche und erhöht so die Reibung. Die Reibung sichert dann die Ladung gegen Verrutschen.